*** Sonnen und Monde und Sterne… / А вечно ли звёзды мерцали?

Sonnen und Monde und Sterne…
Schweben und leben sie ewig?..
Sind es die schmelzblauen Fernen,
die keine Ruhe dir geben?..

Stürme im Weltall… Ein Zeichen
endloser reger Bewegung?
Oder nur bittre Enttäuschung
deiner empfindsamen Seele?..

Spuren von Meteoriten
lassen noch oft von sich hören.
Aber der Schwur der Verliebten
hat es auf Erden noch schwerer.

Bald ist die Liebe wie Feuer,
flammt bis hinauf in den Himmel;
bald wird verlegen beteuert,
dass sie schon lange verkümmert…

Mikro- und Makrosysteme
können die Liebe nicht retten:
Morgenschön sind Chrysanthemen,
bis sie der Sturmwind entblättert.

24. Februar 1989

А вечно ли звёзды мерцали? / Sonnen und Monde und Sterne…

А вечно ли звёзды мерцали?
И долгую ль песнь пропоют?
Опять эти синие дали
Покоя тебе не дают…

В пространстве космическом – бури.
А в чём тут причина, – скажи.
То призрак движенья иль горя
Чувствительной нежной души?

И яркие метеориты,
сгорая, на землю летят.
И клятвы бывают забыты,
что грузом на сердце лежат.

Ведь чувство подобно пожару.
Пусть верности дал ты зарок.
Заметишь, хотя и не сразу:
Последний остыл уголёк.

Хоть микро-, хоть макросистема…
Любви не спасти ей ростки.
Чудесно цветёт хризантема,
Но бурей сорвёт лепестки.

Halb heiter, halb betrübt

Wenn die Blumen blühn im Garten,
heißt´s noch nicht, dass sie drauf warten,
dass ein Bösewicht sie mir nichts, dir nichts pflückt.
Veilchen, Tulpen, Rosen, Nelken –
alle Blumen schnell verwelken,
wenn der Schuh des Zynikers sie niederdrückt.

Refrain:

     Wie kurz ist der Frühling!
     Wie kurz ist der Sommer!
     Im Herbst erst ermisst du, wie schön diese Zeit!
     So zahm die Gefühle
     zu Nutz und zu Frommen
     der jugendlich feurigen Unzähmichkeit!

Frühlingsblumenunterflochten
wirft so manche Steppentochter
einen milden Blick dir zu… und geht vorbei.
In den tiefsten Herzensgründen
lila Fünkchen sich entzünden,
flammen hellrot auf im grauen Einerlei.

Refrain

Schau nicht nach und bleib nicht stehen,
lass die Schönen weitergehen,
wenn auch noch so gut der milde Anblick tut.
Lass die Jugend Blumen pflücken –
Mädchen lieben sich zu schmücken:
Blumen sind Symbole ihrer Liebesglut.

Refrain

1978

O wüsste ich nicht!

Was frag ich, was klag ich, was will ich vermeiden?
Es kann meine Liebe mir niemand verleiden!
Zum Klagen und Plagen gibt´s keinerlei Grund.
So manches im Leben scheint unangemessen,
doch werden am liebsten die Äpfel gegessen,
die reif sind und weich sind und zugespitzt-rund.

Refrain:

     O wüsste, o wüsste, o wüsste ich nicht,
     wie innig, wie innig allein ich dich liebe,
     ich küsste, ich küsste, ich küsste dich nicht –
     du wärest mir fremder als fremd je geblieben!

Ich richte und dichte mir keine Idylle –
es gibt jedoch Männer in Hülle und Fülle:
und einer von ihnen ist sicherlich mein!
Wozu nun das Flennen? Ich werde mich trennen,
ich werde für jenen in Liebe entbrennen…
Doch sagt mir, o sagt mir, wer könnte es sein?!

Refrain

Ich stöhne … und fröne wie früher der Sünde
und suche nach „jenem“ und kann ihn nicht finden:
Nur einen (den meinen) – den hab ich so gern!..
So schieb ich mich trostlos durch Menschengewimmel
und schiffe als Wölkchen am blaugrauen Himmel:
Wo liegt nun mein Hafen? Wo wandelt mein Stern?..

Refrain

1977

Du meine rote Rose!

Die junge Frühlingssaat
sich färbt in blaues Grün.
Und wenn der Sommer naht,
die Rosen reich erblühn.

Refrain:

Du meine rote Rose!
Du meine Ahnungslose!
Du meine Zuversicht!
Mit dir an meiner Seite
die frühlingsblaue Weite
und Glück und Freud verspricht!

Es weicht das fahle Grau,
wenn Saitenspiel erklingt,
wenn himmelblaues Blau
von Liebe sagt und singt!

Refrain

Allein, allabendlich
bei blauem Dämmerschein
erwarte ich dich, o dich
zum ersten Stelldichein!

Refrain.

1976

Sehnsucht

Nächtelang träume ich himmlische Träume,
träum ich von dir, die du tags ach so weit.
Wogen der Leidenschaft wild mich umschäumen,
quälende Unruh mein Herz mir ergreift.

Refrain:

Wann erscheinst, o Geliebte, du mir?!
Liegt mein Weg auch sehr weit,
hoffe stets ich erneut:
Gegen Kummer und Leid –
meine Sehnsucht mich feit,
meine glühende Sehnsucht nach dir!

Schwinden die Wachträume, schwinden die Nächte,
bin ich verbittert, bin ratlos-verwirrt:
Winkst mir zum Abschied da sacht mit der Rechten…
Ob mir das Glück oder Unglück verspricht?

Refrain

Lasst mir die Nächte! O lasst mir die Tage!
Lasst mir die Träume! O lasst mir mein Leid!
Lasst mir die Hoffnung! O lasst mir mein Zagen!
Liebende Herzen sind opferbereit.

Refrain

1975

Herbstlied

Spinngewebe: Weißes Beben.
Purpur, Gold in Park und Hain.
Letztes Mühen: Ein Verglühen
wonniglicher Liebespein.

Refrain:

     Doch wer würde da verzagen!
     Wenn auch herbstlich klingt mein Lied,
     gibt es keinen Grund zum Klagen:
     Ohne Herbst kein Frühling blüht!

Leise Düfte, linde Lüfte,
Blätterfall und Farbenspiel
heimlich necken – sie erwecken
ein beklemmendes Gefühl.

Refrain

Kahle Wälder, leere Felder,
Wolken, tief und regenschwer.
Trüb und trüber zieht vorüber
ferner Träume Sternenheer.

Refrain

Immer älter, immer kälter;
graue Nebel zum Geleit,
All das Bangen und Verlangen
war dann nur ein Hauch der Zeit.

Refrain                                  

1960

Lied von der Liebe

Ich warte und warte und warte…
Wann kommst du, wann kommst du zurück?
Nur Schatten und Schatten und Schatten…
Wo bleibst du, wo bleibst du, mein Glück?

Refrain:

      Ich warte und harre und glaube,
      von zehrender Sehnsucht geplagt.
      Ich lass mir die Liebe nicht rauben!
      Ich hab nur mein Leid dir geklagt.

Die Nächte sind lang und sind dunkel.
Ich harre tagaus und tagein.
Ich träume gedankenversunken
von dir nur, von dir nur allein.

Refrain

Du weißt, wir gehören zusammen.
Du fühlst es ja selber so gut.
Vermochtest doch du, zu entflammen
der Leidenschaft glimmende Glut!

Refrain

Was fang ich nun an mit der Liebe
allein, ohne dich, wie ich bin?..
Was ist ohne dich mir geblieben?
Zu dir zieht es ewig mich hin!..

Refrain

25. Februar 1985

All deine Träume

Ja, wieder ist ein Jahr vergangen.
So schnell wie eine Liebesnacht.
Und wie viel Sehnsucht und Verlangen
und Freude hat dies Jahr gebracht!

Ja, wieder ist ein Jahr verschwunden.
Und mancher Traum blieb unerfüllt.
Und doch: So Manche schöne Stunden
hat deine Tränen dir gestillt.

Unendlich wie der Gang der Zeiten,
erhaben wie das Sonnenzelt,
ergreifend schön wie lichte Weiten
erscheint mir deine Innenwelt!

Nicht jedem ist das Glück gegeben,
zu lieben und geliebt zu sein.
Doch deine Anmut zu erleben
ist wahrlich heller Sonnenschein!

Wie gern möcht´ ich dich wiedersehen
glückselig jedes neue Jahr!
So mögen in Erfüllung gehen
all deine Träume immerdar!

…Und ich – ich suche im Kalender
nach meinem fernen Lebensmai.
Und kalt und fremd wie im Dezember
mein Wunschtraum zieht an mir vorbei.

1960-1970(?)

Deiner Jugend traute Züge

Deine blauen Augen funkeln
wie zwei Sterne auf dem Bild.
Nunmehr sie sich oft verdunkeln,
dicht von Wolkengrau verhüllt.

Und dein Haar – ich seh es wallen
auf dem Bild wie flammend´ Gold.
Bleiche Strähnen heute fallen
in die Stirn dir ungewollt.

Und die Grübchen in den Wangen
sind verschwunden nun total.
Tiefe Furchen hart umspannen
das bekümmerte Oval.

Und dein schlanker Körper wiegt sich
auf dem Bilde hin und her.
Heute aber, Liebste, fügt sich
er dem Walzertakt nicht mehr.

Deiner Jugend traute Züge
hat die lange Zeit verwischt…
Wenn auch Aug´ und Sinne trügen –
weiß mein Herz dich jugendfrisch.

1987

Mein Wolgastrand

Es wurde das Erbe verkannt,
das fleißige Hände geschaffen:
Ein Volk war zum Leiden verdammt
und musste die Heimat verlassen.

Refrain:

   O du, mein betroffenes Lied,
   Zum Wolgastrand eile, o eile,
   wohin es so lange dich zieht.
   wohin es so lange dich zieht.
   Dort werden die Wunden verheilen.

Der Weg war so weit und so schwer:
Für uns, die gewaltsam vertrieben.
Die Willkür hat alles zerstört –
die Sagen, Balladen und Lieder.

Refrain

Es liegt uns die Heimat im Sinn –
mit all ihren Klängen und Farben:
Dort zieht es uns immerfort hin…
So lass dich, o Wolga, umarmen.

Refrain

1988

Mein Wolgastrand